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Photovoltaik rechnet sich das

solarGRÜNE Lahnstein informieren sich

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Ökostrom, CO2-Fußabdruck, Energiewende, Klimafreundlichkeit, regenerative Energien – Schlagworte aber was steckt dahinter? Um dies näher zu ergründen lud BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ortsverein Lahnstein Dipl.-Ing. Thomas Zmelty Geschäftsführer der VIVA SOLAR Energietechnik GmbH zu einem Gespräch ein.

 Gerhard Schmidt Fraktionsvorsitzender der Partei im Lahnsteiner Stadtrat begrüßte interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie den Referenten des Abends Thomas Zmelty. Dieser gilt als Solarexperte und kann auf eine über 20-jährige Tätigkeit im Bereich der Solarstromerzeugung zurückblicken.

Einführend stellte der Redner sich und seinen Werdegang vor. Er fungiert mittlerweile seit über 10 Jahren als Geschäftsführer der VIVA Solar. Diese Gesellschaft gehört zu den Wegbereitern der Einführung von kostengünstigen solaren Brauchwassersystemen auf dem deutschen Markt. Der Firmenfokus änderte sich inzwischen zu 100% auf den Bereich Solarstrom. Viva Solar plant und installiert jährlich ca. 100 Photovoltaikanlagen für Einfamilienhäuser und Gewerbebetriebe mit mehreren tausend Solarmodulen.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine zentrale Säule der Energiewende. In diesem Zusammenhang wurde in Deutschland das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ beschlossen. Mittlerweile haben 52 Staaten weltweit ebenfalls ein solches in Kraft gesetzt.

Doch lohnen sich Solaranlagen heute immer noch? Sinkende Fördermittel und sinkende Einspeisevergütungen können nicht verhindern, dass sich langfristig mit selbst erzeugtem Solarstrom Geld sparen lässt. Dies machte Thomas Zmelty anhand von einigen Beispielrechnungen deutlich. Er berichtete weiter welche Dächer sich für eine Photovoltaik-Anlage eignen und wieviel Energie man mit einer solchen Anlage erzeugen kann.

Für die Verwendung des zu viel erzeugten Stroms gibt es mehrere Möglichkeiten. Der überschüssige Strom kann tagsüber in einem Batteriespeicher gespeichert werden um ihn dann nachts für den Eigenverbrauch zu nutzen. Über eine intelligente Steuerung kann die Energie auch gezielt zur Ladung eines Elektrofahrzeugs oder zur Erzeugung von Warmwasser genutzt werden. Alternativ kann der zu viel erzeugte Strom auch ins Netz eingespeist werden.

Insgesamt gesehen ist die Solarenergie eine zukunftssichere Art der Energiegewinnung. Die Sonne bietet eine schier unerschöpfliche, saubere und kostenlose Energie. Neben dem finanziellen Vorteil bietet die Erzeugung von Strom mittels Photovoltaik auch noch Vorteile für die Umwelt. So spart zum Beispiel eine 10kW-Anlage innerhalb von 30 Jahren eine CO2-Einsparung von 122 Tonnen.

Zum Schluss seines Vortrages berichtete Zmelty noch über die Bendorfer Energiegenossenschaft. Die Neue Energie Bendorf eG (NEBeG) hat sich Ziele gesetzt, die die drohende Klimakatastrophe verhindern soll, die Daseinsvorsorge für die Energieversorgung sichern und die Regionale Wertschöpfung erhöhen soll.

Gerhard Schmidt bedankte sich im Namen der GRÜNEN Lahnstein für den ausführlichen Vortrag. Zum Schluss stellt sich dann nur noch die Frage: „Warum Strom kaufen, wenn er vom Himmel fällt?“

   
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