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Schotter- und Steingärten; Sinn oder Unsinn

steingarten

GRÜNE wünschen Verzicht zum Schutz von Insekten

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Aufgrund des fortschreitenden dramatischen Klimawandels sollte es jedermann ein Anliegen sein, durch einfache Maßnahmen Akzente zur Verlangsamung dieses Wandels zu setzen. Ein kleiner Schritt zu einer klimaneutralen Kommune wäre der Verbot sogenannter „Schotter-und Steingärten“, so die beiden stellvertretenen Fraktionsvorsitzenden von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Lahnsteiner Stadtrat Jutta Niel und Beatrice Schnapke-Schmidt unisono.

 Gärten sind für Tiere, wie Schmetterlinge, Singvögel, Bienen und Hummeln wichtige Refugien, denn sie bieten Ihnen im Idealfall Nahrung und Unterschlupf. Deshalb sind sie wichtige Teile eines Biotopverbundsystems. Hinzu kommt, dass Steingärten sich im Sommer stärker aufheizen. Die in den Steinen gespeicherte Wärme wird über Nacht abgegeben und wirkt in heißen Sommern der nächtlichen Abkühlung entgegen. Der Boden kann kein Wasser speichern und es können keine großen Pflanzen wachsen die Schatten spenden, so die beiden GRÜNEN Stadträtinnen weiter.

Dies ist für die GRÜNEN im Stadtparlament Lahnstein Grund genug den Oberbürgermeister zu bitten im zuständigen Ausschuss über Sinn oder besser Unsinn von Schotter- und Steingärten nachzudenken. Dabei kann das Argument Pflegeaufwand eine eher untergeordnete Rolle spielen, denn spätestens nach zwei Jahren, in denen sich dann zwischen den Steinen und Fugen altes Laub und Samen ansammeln, suchen sich Flechte, Moose und Wildkräuter ihren Weg. Häufige Folge ist der Einsatz von Herbiziden um den Steingarten „sauber“ zu halten. Dies wiederum schadet den vorhandenen Kleinstlebewesen und vergiftet unser Grundwasser.

Natürlich sind die GRÜNEN sich bewusst, dass das Verbot von Steingärten, eine Einschränkung der persönlichen Gestaltungsfreiheit des Garteneigentümers bedeutet, aber diese hat da ihre Grenzen wo sie für andere Mitmenschen oder nachfolgende Generationen Nachteile bewirkt. Wir halten diesen Eingriff angesichts des bedrohlichen Rückgangs der Artenvielfalt für gerechtfertigt, so die GRÜNE Jutta Niel.

In einem weiteren Punkt wird der Oberbürgermeister gebeten die Bevölkerung via Homepage, Flyer, Presse über bienenfreundliche Balkon- und Gartenbepflanzung zu informieren. Seit Jahren sinkt die Zahl der Bienen weltweit. Grund dafür ist neben Pestiziden auch eine Reduzierung des natürlichen Lebensraumes. Üppige Blumenwiesen werden von der industriellen Landwirtschaft und der Expansion der Städte verschluckt. Um zumindest der Entwicklung etwas –wenn auch in kleinen Schritten- entgegen zu wirken sollte die Bürgerschaft über bienen- und insektenfreundliche Pflanzen für Balkon und Terrasse sowie Garten informiert werden. Ohne all die fliegenden und summenden Insekten würde unsere Welt um einiges ärmer sein.

   
© Die Grünen Lahnstein