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Bundesgartenschau ohne Mittelrheinbrücke

 

gerhard-sGRÜNE Lahnstein sprechen sich für die Buga aus

 

Das Ansinnen des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz die Bundesgartenschau 2031 ins Mittelrheintal zu holen hat nach erstem hinschauen sicherlich Charme. Doch ist 2031 noch 15 Jahre entfernt. Das Mittelrheintal benötigt jetzt Hilfe.

Sowohl CDU als auch SPD verknüpfen die Buga 2031 mit dem Bau der Mittelrheinbrücke, mit dem Wissen, dass ein solches Projekt nicht finanzierbar ist. Statt an einer Brücke festzuhalten sollte man lieber nach Alternativen suchen.

Es wäre doch zum Beispiel schön, wenn alle geplanten Standorte mit dem Schiff erreichbar wären, nicht nur bei der Anreise sondern mit kleineren Personenfähren, die gegenüberliegende Standorte auf kurzem Weg verbinden. Diese Art der Rheinquerung wäre sicherlich etwas Besonderes und würde alle Orte ohne Umwege miteinander verbinden. Ein weiterer wichtiger Punkt wäre ein durchgehender Fahrradweg auf beiden Seiten des Rheines. Wenn Herr Lewentz moniert, dass es keine Durchgängigkeit zwischen Lahnstein und Rüdesheim gibt, übersieht er geflissentlich, dass es schon innerhalb Lahnsteins keine durchgehende Verbindung gibt. Es gibt also noch viel zu tun.

Auch die Auffassung, dass sich mit der Bundesgartenschau "ein verbindendes Band durch das Tal der Loreley knüpfen und Kirchturmdenken überwinden lässt" trifft so nicht ganz zu.

Das Mittelrheintal hat als ein touristisches Highlight, die Loreley. Doch es gibt noch jede Menge andere touristische Attraktionen. Ein verbindendes Band ist nur dann möglich, wenn die „Kirchtürme“ nicht dauernd benannt und bevorzugt werden. Das Mittelrheintal ist das Mittelrheintal und nicht das Tal der Loreley. Die Loreley braucht sich im Übrigen nicht über fehlende Fördergelder zu beschweren, auch ohne Bundesgartenschau erhält sie jetzt 5 Millionen Euro vom Bund und 4 Millionen Euro vom Land.

Trotz all dieser Hindernisse bleibt anzumerken: Eine Bundesgartenschau im Mittelrheintal ist eine richtig gute Idee. Sie kann den Gemeinschaftssinn einer ganzen Region stärken und die Region im wahrsten Sinne des Wortes „aufblühen“ lassen. Die Bundesgartenschau 2031 könnte der ganzen Region neues Selbstbewusstsein geben. Die Kommunen und Bürgerinnen und Bürger müssen von Anfang an einbezogen werden, die Planungen müssen eine sichere finanzielle Grundlage haben und sich an einer nachhaltigen Ausgestaltung orientieren.

Klar ist jedoch auch, dass wir vor den Problemen in der Region, wie dem Bahn- und Verkehrslärm nicht die Augen verschließen dürfen. Diese Probleme werden nicht mit der Durchführung einer Bundesgartenschau gelöst.

Bündnis 90/Die GRÜNEN Lahnstein werden die Idee der Bundesgartenschau positiv begleiten, wenn sie nachhaltig, zukunftsorientiert, mit den Menschen entwickelt und finanziell darstellbar ist.

 

 

 

 

   
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