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Flüchtlings- und Asylbewerberproblematik

Flüchtlings- und Asylbewerberproblematik

GRÜNE Lahnstein bitten um Aufklärung

Weltweit gibt es fast 51,2 Millionen Menschen auf der Flucht. 16,7 Millionen von ihnen gelten nach völkerrechtlicher Definition als Flüchtlinge. Grund genug für Bündnis 90 / Die GRÜNEN Lahnstein sich auf ihrer Novembersitzung dieses Themas anzunehmen. Schnell wurde klar, dass zwar die Zahlen für Deutschland mehr oder weniger bekannt sind, dass jedoch über die Lage in Lahnstein die Informationen fehlen.

Wurden im Jahre 2013 noch rund 127 Tausend Asylanträge in Deutschland gestellt so wurde bereits in den ersten neun Monaten 2014 diese Zahl mit 131 Tausend überschritten. Diese Entwicklung lässt vermuten, dass auch die Zahlen im Stadtgebiet Lahnstein ansteigen.

 

Für die Stadt Lahnstein bedeutet die Flüchtlingsaufnahme sicherlich viel Aufwand mit geringen Mitteln. Sie muss ausreichend Wohnraum für die wachsende Zahl von Flüchtlingen bereitstellen und deren Betreuung managen. Vorausgesetzt die Entwicklung in Lahnstein verläuft parallel zu der in Gesamtdeutschland, so kann man davon ausgehen, dass etwa ein Viertel der Asylbewerber aus Syrien kommt. Viele dieser Flüchtlinge sind durch ihre Erlebnisse traumatisiert und brauchen professionelle Hilfe. Die Landeszuschüsse reichen dafür oft nicht aus, so dass die Kommunen negative Zahlen schreiben.

Aber leere Kassen als Argument reicht nicht aus, denn das Recht auf und die Gewährung von Asyl sind im Grundgesetz verankert“, so der GRÜNE Fraktionsvorsitzende Gerhard Schmidt. „Der Artikel 16 GG wurde in dem Wissen um die eigene nationale Vergangenheit geschaffen, in der viele Deutsche Asyl in anderen Ländern fanden und oft nur so ihr Leben retten konnten.“ „Schutz vor Verfolgung durch staatliche Stellen ist in der Regel nur durch Flucht möglich und ein Menschenrecht, welches unter keinen Umständen zur Disposition stehen darf, nicht einmal theoretisch“, ergänzt der Sprecher der GRÜNEN Lahnstein Michael Quiram.

Um den Asylbewerbern helfen zu können und um die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lahnstein zu informieren wandten sich die Bündnisgrünen jetzt mit einem Fragenkatalog an die Verwaltung. Trotz der durch die gestiegenen Asylbewerberzahlen größer werdenden Herausforderungen muss Lahnstein seinen humanitären Pflichten auch zukünftig in vollem Maße nachkommen, dies ist auf Dauer jedoch nur gemeinsam möglich, dafür müssen Verwaltung, Politik, Bürgerinnen und Bürger sowie Asylbewerber an einem Strang ziehen.

   
© Die Grünen Lahnstein