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Illegale Abfallentsorgung kein „Kavaliersdelikt“

Asbest

GRÜNE stellen Fragen zur Umweltbelastung

Immer wieder kommt es auch in Lahnstein zu illegalen Müllentsorgungen. Sowohl im Stadtgebiet als auch im Wald entledigen sich Menschen ihres Mülls. Um einige Euro zu sparen oder aber auch nur um den Müll schnell los zu werden belasten diese Menschen die Umwelt und gefährden zum Teil auch noch die Gesundheit anderer Personen oder Kinder. Diese Art der Abfallentsorgung kann nicht als „Kavaliersdelikt“ bezeichnet werden, so der GRÜNE Fraktionsvorsitzende im Lahnsteiner Stadtrat Gerhard Schmidt. Wenn der eigene Vorteil nur auf Kosten der Allgemeinheit erreicht wird, kann dies so nicht hingenommen werden.

Zurzeit sorgen die im vergangenen Jahr im Friedrichssegener Schulwald aufgetauchten Kunstschieferplatten für Unmut. Diese Kunstschieferplatten sind mit Asbest belastet. Kinder haben bereits über einen längeren Zeitraum mit diesen Platten gespielt. Das Risiko Asbestfasern einzuatmen hängt davon ab ob die Asbestfasern schwach oder fest gebunden sind. Spätestens aber beim Zerbrechen der Platten dürften sich Fasern gelöst haben und so zum Gesundheitsrisiko geworden sein.

Schadstoffhaltige Abfälle, zu denen Asbest zweifellos gehört, sind Sache der Sondermüllentsorgung. Diese Form der Entsorgung wird von Fachpersonal sorgfältig überwacht und dokumentiert. Dabei wird streng darauf geachtet, dass die Fasern absolut dicht verpackt werden 101und keine gesundheitsgefährdenden Stoffe hinausgelangen. Wer dies nicht beachtet und diese Abfälle in die Umwelt wirft ist nach meiner Auffassung mehr als nur ein Umweltsünder, so der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN.

Um Aufschluss zu erhalten, wie das weitere Vorgehen in diesem Fall ist wandte sich der Stadtrat jetzt an den Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein mit der Bitte um die Beantwortung einiger Fragen. Neben der Frage nach einem möglichen Verursacher, stellt sich insbesondere die Frage nach einer von den Ablagerungen ausgehenden Gesundheitsgefährdung und nach einer fachgerechten Entsorgung.

Nach Auffassung von Bündnis 90/Die GRÜNEN ist es nicht damit getan, wenn freiwillige Helfer das Waldstück abgehen und die zerborstenen Platten einsammeln. Es darf auch bei der Entsorgung für niemanden eine Gefährdung in Kauf genommen werden, deshalb ist –bei allen wirtschaftlichen Interessen- eine Sanierung des Gebietes nur mit geschultem Fachpersonal zu gewährleisten.

   
© Die Grünen Lahnstein