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Insektensterben stoppen!

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Maßnahmen

Der Rückgang fast aller Insektenarten nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Mit dem Insektensterben drohen ganze Nahrungsketten in der Natur zusammenzubrechen. Nicht nur Vögeln und anderen Tieren fehlt die Nahrungsgrundlage, auch der Mensch ist auf Bestäuber von Nutzpflanzen wie z.B. Bienen angewiesen.

Es ist bereits fünf nach zwölf und damit allerhöchste Zeit Gegenmaßnahmen auf allen Ebenen zu ergreifen, so der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die GRÜNEN im Lahnsteiner Stadtrat, Gerhard Schmidt. Es reicht nicht mehr aus zu glauben, dass die da oben das schon machen.

 Auch im laufenden Betrieb der Grünpflege lässt sich einiges für Insekten tun. So sollten etwa Flächen frühestens gemäht werden, wenn Blütenpflanzen ausgesamt haben, keine Mulchmäher eingesetzt werden und bei Nachpflanzungen mit standortheimischen Blühpflanzen gearbeitet werden. Zudem sollten soweit wie möglich Blüh- und Altgrasstreifen stehen gelassen bzw. die Pflege in Teilmahd erfolgen, damit Insekten, wenn gemäht wird, jeweils auf andere Flächen ausweichen können.

Es ist wichtig, dass jeder Einzelne aber auch die Kommune Lebensbereiche für Insekten schafft und erhält. Deshalb beantragte die Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN Lahnstein jetzt Maßnahmen zu ergreifen. So fordert sie, dass die Stadt Lahnstein sich bei der Neugestaltung oder /und Umgestaltung von städtischen Grünflächen konkrete Vorgaben zur insektenfreundlichen Gestaltung (z.B. durch insektenfreundliche Wiesen, lang blühende Bäume und Gehölze, Elemente wie Feldhecken, Steinhaufen etc., einen festen Anteil von 5% exklusiver Insektenflächen an der Gesamtfläche) setzt und ihre Pflegewerke für öffentliche Grünflächen in Hinblick auf Insektenfreundlichkeit an (z.B. Mahdturnus, Verwendung von speziellem Saatgut) anpasst. Dabei soll auch das Mähen großer Grünflächen umgestellt werden, um mehr biologische Vielfalt zu ermöglichen. Es soll zeitlich versetzt gemäht, an geeigneten Stellen sollen sog. "Insektenhotels" und Nistmöglichkeiten angebracht werden. Wenn nötig, soll sich die Stadt des Sachverstandes von Naturschutzverbänden bedienen.

„Wo es früher brummte und summte, ist es heute erheblich ruhiger geworden“, so der GRÜNE Stadtrat Schmidt. „ wenn dem Insektensterben nicht Einhalt geboten wird, brechen irgendwann die Ökosysteme zusammen“.

   
© Die Grünen Lahnstein