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Lebensraum für Kleinsttiere schützen

straßenrand

GRÜNE Lahnstein schreiben Landrat

Die Ökologie im Rhein-Lahn Kreis und besonders in Lahnstein liegt Bündnis 90/Die GRÜNEN Lahnstein am Herzen. Sie fühlen sich gegenüber Kindern und Kindeskindern verantwortlich dafür, dass diese einmal eine möglichst intakte Umwelt übernehmen können. Insbesondere dort, wo die Ökonomie ins Spiel kommt, muss die Ökologie häufig zurück stehen. „Doch überall da wo dies der Fall ist, werden wir von Bündnis 90/Die GRÜNEN Lahnstein den Finger in die Wunde legen“, so der Fraktionsvorsitzende der Partei im Stadtrat Lahnstein, Gerhard Schmidt. „Aus diesem Grunde sehen wir uns auch gezwungen, uns mit einem Anliegen an den Landrat des Rhein-Lahn Kreises, Frank Puchtler, zu wenden.“

 Wegränder, Wegböschungen und Straßenränder stellen eine eigene Form von Biotopen dar. Voraussetzung dafür ist deren Naturbelassenheit. Spritzen mit Herbiziden ist total tabu und findet - so ist zumindest die Hoffnung der GRÜNEN- im Rhein-Lahn-Kreis nicht statt. Aber die zweite wichtige Voraussetzung, das sparsame Roden bzw. Mähen des Straßenrandes, scheint im Rhein-Lahn Kreis noch nicht angekommen zu sein. Leider mussten wir feststellen, dass pflanzenreiche Straßenränder, Hecken und Gebüsche viele Meter tief mehrfach im Jahr brachial, unfachgerecht, das Straßenbild verhunzend, abrasiert wurden.

So kommt die großflächige Vernichtung der Vegetation entlang der Straßenbankette der K 68 zwischen Lahnstein und Lahnstein auf der Höhe und an anderen Kreisstraßenteilen in diesem Jahr einem Kahlschlag gleich. Ohne Rücksicht auf biologische Belange wurde die Vegetation am Straßenrand bis fast auf die Wurzeln nieder gemacht. Damit wurde der vielfältige Lebensraum für allerlei Vögel, Insekten, Kleinsäuger und Spinnen vernichtet.

Doch nicht nur die Vernichtung des Lebensraumes für Kleinsttiere, die wie zum Beispiel die Spinnen schon seit 300 Millionen Jahren auf unserer Erde leben, wurde vernichtet auch das Straßenbild im Welterbe „Oberes Mittelrhein Tal“ wird mit solchen Kahlschlagkonzepten nicht aufgewertet. Für eine Stadt wie Lahnstein, die auf Tourismus setzt, muss das Umfeld stimmen. Der pflegliche Umgang mit der Ökologie hat sicherlich auch Bedeutung für den Tourismus und damit auch für die Ökonomie. Welcher Tourist hält sich schon gerne in einer abrasierten Natur auf.

Aus diesem Grunde bittet der GRÜNE Fraktionsvorsitzende Schmidt in einem Schreiben den Landrat Frank Puchtler darum zu veranlassen, dass zukünftig sorgsamer mit dem Bewuchs am Straßenrand umgegangen wird.

Im Gegenzug verspricht er, dass sowohl die GRÜNEN Lahnstein als sicherlich auch die nachfolgende Generation ihm dafür danken würden.

   
© Die Grünen Lahnstein