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Waldzustand Stadtwald Lahnstein

002GRÜNE bitten um Aufklärung

Im November veröffentlichte das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz den „WALDZUSTANDSBERICHT 2016“. Danach hat sich der Anteil an Bäumen mit deutlichen Schäden um 2 %-Punkte auf 27% erhöht während der Anteil der schwach geschädigten Bäume um 2 %-Punkte gesunken ist. „Damit ist zwar der rasante Anstieg der Waldschädigungen gebremst, aber es ist noch lange nicht die Zeit für eine Entwarnung gekommen“, so die Auffassung des Fraktionsvorsitzenden der GRÜNEN im Lahnsteiner Stadtrat Gerhard Schmidt.

 Deshalb bittet er um Beantwortung einiger Fragen zum Stadtwald im zuständigen Ausschuss. Wie ist es bestellt um den Lahnsteiner Stadtwald? Lassen sich die Zahlen einfach übertragen oder gibt es gravierende Unterschiede? Der Klimawandel sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für extreme Wetterlagen. Dies wird auch in den zukünftigen Jahren der Fall sein. Diese Wetterlagen verursachen zum Teil immense Schäden in den Wäldern. Deshalb möchte Bündnis 90/Die GRÜNEN Lahnstein gerne wissen, welche Schäden es in den letzten zwei Jahren durch Sturm, Hagel etc. im Lahnsteiner Forst gab.

Leider wird der Stadtwald nicht nur mit „naturbedingten“ Schädigungen belastet. So gab es im letzten Jahr einen Zeitgenossen, der des Öfteren Feuer im Lahnsteiner Forst legte. Neben der Schädigung des Waldes bedeutet dies eine Gefährdung von Menschenleben. Dem unentwegten Einsatz der Lahnsteiner Feuerwehr ist es zu verdanken, dass es zu keinen größeren Schäden kam. „Unser uneingeschränkter Dank gilt der freiwilligen Feuerwehr Lahnstein, die immer zur Stelle war und schlimmeres verhindert hat“ so der GRÜNE Schmidt. Die Belastung der Feuerwehr durch die nicht enden wollenden Brände im Wald lässt sich sicherlich nicht in Zahlen ausdrücken, trotzdem stellt sich die Frage, wie viele Stunden – zum größten Teil Freizeit – mussten die eingesetzten Feuerwehrleute im letzten Jahr opfern damit es nicht zu dramatischeren Waldbränden kam?

Weiterhin möchten die BündnisGRÜNEN wissen, welche Schädigungen es an Wald und Schutzhütten durch diese Brände gab und die Höhe der Kosten, die durch diese Waldbrände entstanden sind. Dabei sollte unterschieden werden, welche Kosten durch Versicherungen erstattet werden und welche Kosten bei der Stadt hängen bleiben.

Der Wald dient nicht nur der Holzgewinnung. Er ist ein naturnahes Ökosystem. Er bietet Lebensraum für die unterschiedlichsten Tiere und Pflanzen. Er dient zur Luftreinhaltung und bietet dem Menschen einen für ihn kostenlosen Erholungsraum. Dies sind alles Gründe, um unseren Wald zu hegen und zu pflegen, so der GRÜNE Stadtrat Schmidt zum Abschluss.

   
© Die Grünen Lahnstein