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Ausbeuterische Kinderarbeit ächten

UnbenanntGRÜNE Lahnstein bitten um Aufklärung

Ausbeuterische Kinderarbeit ist für Bündnis 90/Die GRÜNEN Lahnstein ein absolutes Tabu. Aus diesem Grunde bitten sie Ihre Landtagsfraktion um Auskunft, was auf Landesebene geschehen sei, um ausbeuterische Kinderarbeit zu ächten.

Die Vermeidung des Erwerbs von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit im öffentlichen Vergabewesen ist dabei ein Punkt, der sowohl auf Landesebene, wie auch auf kommunaler Ebene mittlerweile Beachtung findet.

Doch was ist mit der Möglichkeit, in den Friedhofssatzungen das Aufstellen von bestimmten Grabsteinen zu verbieten? Rund die Hälfte der Grabsteine aus Granit, Sandstein oder Marmor auf deutschen Friedhöfen stammen laut terre des hommes mittlerweile aus Indien, so der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Lahnsteiner Stadtrat, Gerhard Schmidt. Studien belegen, dass hier unmenschliche Arbeitsbedingungen herrschen. Schutzbekleidung, Schutzvorschriften oder auch nur einen akzeptablen Lohn gibt es in den oft illegal betriebenen Steinbrüchen nicht. Trotz Ihres Einkommens bleiben diese Kinder ein Leben lang in der Armutsspirale gefangen. Mangelnde Bildung verwehrt ihnen den sozialen Aufstieg und dadurch sind auch deren Kinder gezwungen zu arbeiten.

Zwar können VerbraucherInnen der ausbeuterischen Kinderarbeit entgegen treten, in dem sie konsequent Produkte aus Kinderarbeit meiden, doch ist es für den Laien nur schwer erkennbar, um welche Produkte es sich da handelt.

Auch wenn sich im Bereich des „öffentlichen Beschaffungswesens“ in Sachen „Vermeidung des Erwerbs von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit“ einiges getan hat, so scheint es in Bezug auf „Den richtigen Grabstein finden – ohne Kinderarbeit“ noch große Lücken zu geben.

Einer Gemeinde fehlt die Zuständigkeit zum Erlass einer Friedhofssatzung, nach der nur Grabmale aufgestellt werden dürfen, die nachweislich in der gesamten Wertschöpfungskette ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der Konvention Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation hergestellt worden sind. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz im November 2008. Dies ist jetzt eigentlich lange genug her, so dass das Land in diesem Punkt hätte für Abhilfe sorgen können.

Deshalb bittet der Ortsverein Bündnis 90/Die GRÜNEN Lahnstein um Mitteilung, „Welche Initiativen der Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN im Landtag RLP gab es, gibt es oder wird es in Zukunft geben, den Gemeinden zu ermöglichen, das Verbot von Grabsteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit in ihrer Friedhofssatzung zu verankern.“

Die weltweit gültigen Kinderrechte werden mit Füßen getreten, wenn Kinderarbeit gefährlich ist, die körperliche oder seelische Entwicklung schädigt oder Kinder von der Schule abhält. Es gilt deshalb, ausbeuterische Kinderarbeit zu ächten.

 

   
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