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Riesenbärenklau bekämpfen

bk02GRÜNE bitten um Aufklärung

Das Eindringen von Neophyten, das heißt nicht heimischer Pflanzenarten in unsere heimischen Ökosysteme kann nicht gänzlich vermieden werden. Viele von ihnen gehören mittlerweile fest zum Bestand in den heimischen Wiesen und Wäldern und eine Bekämpfung ist aussichtslos. Als Beispiel seien das drüsige und kleinblättrige Springkraut (Impatiens glandulifera und parviflora), welches das heimische Springkraut " Rührmichnichtan" großräumig verdrängt (z.B. am Lahnufer zwischen Friedland, Friedrichssegen und Miellen) genannt.

 

Daneben gibt es aber weitere besonders aggressive Arten, deren Invasion zumindest noch am Anfang steht, aber doch durch den regenreichen teilweise tropischen Sommer begünstigt ist. Dazu gehört der japanische Staudenknöterich und der Riesenbärenklau. Der japanische Staudenknöterich zeigt schon dichte verdrängende Bestände an der Ruhr und im Schwarzwald.

Da beide Gewächse unsere Artenvielfalt verringern, der Riesenbärenklau zudem noch sehr giftig ist, ist eine fachmännische Beseitigung und eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit notwendig. Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, hinterlässt üble Verbrennungen bei Mensch und Tier.

Aus diesem Grund bittet Bündnis 90/Die GRÜNEN Lahnstein die Stadtverwaltung Bekämpfungshinweise - inklusive Warnhinweise zur Giftigkeit der entsprechenden Pflanzen - zu veröffentlichen und die Bevölkerung dazu aufzurufen Standorte des Bärenklaus zu melden.

Nur wenn Grundstückseigentümer, Bahn, LBM und Stadt gemeinsam die Neophyten bekämpfen gibt es eine Chance die Artenvielfalt unserer heimischen Flora zu erhalten und damit langfristig Auswirkungen auf Landschaft und Tourismus zu verhindern.

   
© Die Grünen Lahnstein