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Verbesserungspotential in Niederlahnstein

 010GRÜNER Stadtrundgang

Mitglieder von Bündnis 90/Die GRÜNEN Lahnstein trafen sich um einen kleinen Rundgang durch Niederlahnstein zu machen. Als Startpunkt hatte man sich den Marktplatz auserkoren. Hier ging es um die geplante Bebauung. Dies interessierte auch Anwohner, die sich mit einigen speziellen Fragen an die GRÜNEN Kommunalvertreter wendeten. Vor allem der zu Teilen alte Baumbestand, aber auch der Wegfall von Parkplätzen machte den Bürgerinnen und Bürgern Sorge. „Wer die Belegung des Parkplatzes an einem Sonnabendn004achmittag sieht, muss die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger einfach ernst nehmen", so der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Rat der Stadt Lahnstein Gerhard Schmidt.

 Durch das ansprechend ausgebaute „Flürchen“ ging der Rundgang zum Kirchplatz. 006Dieser Platz, der seinen Namen der im Jahre 1358 errichteten Barbarakapelle und der Anfang des 18. Jahrhunderts daraus entstehenden Barbara-Kirche verdankt, wartet dringend auf eine kosmetische Aufwertung. Der Platz, der immerhin über 30 Jahre auch Endstation der Koblenzer Straßenbahn war, ist doch in die Jahre gekommen. „Aber besonders schlecht ist es, wenn rücksichtslose Autofahrer, den barrierefreien Zuga001ng für Menschen mit Gehbehinderung zuparken“, beschreibt die GRÜNE Sprecherin Beatrice Schnapke-Schmidt eine immer wieder vorzufindende, aber nicht entschuldbare Parksituation auf dem Kirchplatz. 

Weiter ging es zum Baareschesser, dem ersten Niederlahnsteiner GRÜNEN. „Dieser wäre“, so die GRÜNE Stadträtin Jutta Niel, „ein guter Wächter für eine E-Bike-Ladestation, die hier direkt am Radweg einen guten Platz hätte“.

Nächste Station war das historische Wirtshaus an der Lahn. Eine einmalige Historie für diese Stätte, die mit der Erbauung des Zollturmes der Kurfürsten von Trier im Jahre 1348, über die Einrichtung einer Zollstation 1565 bis zur Eröffnung eines Gasthauses im Jahre 1697 ihres Gleichen sucht. Die Verse auf Frau Wirtin, die wahrscheinlich in Lahnstein Ihren Anfang nahmen und das Mittagsmahl, das Goethe, Lavater und Basedow in diesem Gasthaus zu sich nahmen, dürften unbestreitbar Höhepunkte in der Geschichte dieses Wirtshauses sein. Leider ist das Wirtshaus an der Lahn auch immer wieder betroffen durch Hochwasser der Lahn. “Wir hoffen möglichst bald etwas über den geplanten Hochwasserschutz zu erfahren“, gibt der GRÜNE Uli Merkelbach seiner Hoffnung Ausdruck.

Auf dem Weg zum „Heimbachhaus“, dem wohl ältesten Gebäude Lahnsteins, zeigte Patrick Stahlheber den Teilnehmern, wie schwierig es ist, einen Rollator über den Fußweg entlang der Lahn zu schieben. Die Unebenheiten im Belag rütteln den Benutzer der Gehilfe ordentlich durch. Nicht nur gestalterisch ist am Lahnufer in diesem Bereich noch einiges zu tun.

Der 102weitere Weg führte zur Emserstraße, die noch Kreisstraße ist. Sie ist eine der Straßen innerhalb Lahnsteins, die in einem katastrophalen Zustand ist. Kein Ruhmesblatt für den Rhein Lahn Kreis. „Eine Abstufung dieser Straße zur Stadtstraße in diesem Zustand, kann und darf nicht hingenommen werden“, so der GRÜNE Schmidt. Das Gegenbeispiel, die frisch ausgebauten Straßen „Holzgasse, Plenter, Neugasse, Hospitalgasse“ konnten direkt im Anschluss begutachtet werden. Dieser Bereich musste nämlich durchquert werden, um zur Dr.Michel-Straße zu gelangen. 

Diese Straße, die die GRÜNE Fußgruppe Richtung Umweltbahnhof führt, ist sicherlich alles andere nur nicht fußgängerfreundlich. Parkende Fahrzeuge, kein Fußweg und eine schmale Reststraßenbreite zwingen die Teilnehmer des Rundganges immer wieder für den Autoverkehr Platz machen zu müssen. Kein sehr erfreulicher Zustand, der dringend abgestellt werden muss.

Am Bahnhof Niederlahnstein, rätselt der GRÜNE Fraktionsvorsitzende Schmidt über die Benennung „Umweltbahnhof“. „Hier wurde die Umwelt doch unte106r Beton versteckt“, so der GRÜNE in seinen Ausführungen. Immerhin ist das Benutzen der Bahnanlage auch für Gehbehinderte möglich. Mit Hilfe der Aufzüge können, die ansonsten für diesen Personenkreis unüberwindlichen Treppen, ohne Probleme überwunden werden. 

Die letzte Etappe führt die GRÜNEN Wanderer zum Rhein. Dort befindet sich ein gemeinsamer Rad – und Gehweg. Erfreulicherweise wurde der Belag vor kurzem ausgebessert. Die Breite dieses Weges ist allerdings für einen gemeinsamen Weg völlig ungeeignet. So sind Zusammenstöße zwischen Radfahrern und Fußgängern vorprogrammiert. Das größte Übel für den Weg zwischen Lahnstein und Koblenz entlang des Rheins ist jedoch die Sperrung vor dem Gelände „Löhnberger Mühle“. Touristisch gesehen ist dies eine Katastrophe.

Gerhard Schmidt bedankt sich bei den Teilnehmern dieses Rundganges, die ihm aufmerksam zugehört und bis zum Ende ausgehalten haben. „Dies müssen wir unbedingt wiederholen“, so die beiden Vorstandsdamen Jutta Niel und Beatrice Schnapke-Schmidt zum Abschluss.

   
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